Das erste Wochenende hatte ich frei, weil Jonas, der ex-FSJler, gerne in die Küche wollte. Dafür habe ich dann in der Woche zwei Tage mehr gearbeitet, als ich eigentlich gemusst hätte.
Das zweite Wochenende (also das vergangene) war ich dann tatsächlich in der Küche. Es war sehr interessant, da für die Frauen wirklich alles Perfekt sein musste. Matze, unser Geschäftsfüherer und Küchenchef, hatte sogar Uniformen besorgt, damit wir nicht in den alten weißen T-Shirts rausgehen, die wir sonst in der Küche tragen. Jetzt fehlte eigentlich nur noch der Hut... (Am ende des Post kommt noch ein Bild von mir in der Uniform)
Die Frauen waren sehr dankbar und freundlich. für sie waren wir die Helden, weil wir so gut gekocht haben. Der lustigste Kommentar, den wir gehört haben war: "Dafür, dass ihr jungs seid kocht ihr aber gut." (Wobei das glaube ich auch durchweg positiv gemeint war). Es hat Spaß gemacht für so eine Gruppe zu kochen.
Andererseits bleiben mir die Sternstunden aber auch als Katastrophencamps in erinnerung. Nicht was die Gruppe angeht, sondern Rahmenbedingungen. Letztes Wochenende gab es die Überflutung im Westerndorf (siehe letzter Post).
Dazu vielleicht nocheinmal ein Zwischenstand: Das Wasser ist wieder komplett weg. In zwei Hütten war der Holzboden ein wenig geschimmelt, aber ansonsten ist alles gut ausgegangen.
Bei den Sternstundencamps kocht Matze immer mit uns zusammen das Essen, da es auch etwas gehobeneres Essen gibt, doch am Samstag bekamen wir dann morgens um 20 nach sieben einen Anruf, in dem Matze uns sagte" Hey Leute, ich komm heute nicht." Wir dachten erst, dass er nur einen Witz macht, aber dann kam: "Nee ehrlich, ich habe mich heute nacht 4 mal übergeben, es geht wirklich nicht."
Da waren wir erstmal baff, aber wir haben uns gedacht, das klappt schon irgendwie. Im Endeffekt ist dann Ron noch in die Küche gekommen. Er war das Wochenende davor auch in der Küche und wusste, wie die Speisen gemacht werden. Den Abend zum Dinner bekamen wir dann noch unterstützung von Wendelin. Wendelin ist eigentlich Zimmermann, aber auch Hobbykoch un d da seine Frau Mitarbeiterin war ist er dann kurzfristig noch eingesprungen.
Wir haben dann alles pünktlich hinbekommen und es hat den Frauen auch gut geschmeckt.
Wir waren dann zwar den Samstag von 07:30 bis ca. 21:00 Uhr oder sogar 21:30 durchgängig in der Küche und ich habe ab ca11 Uhr eigentlich nur noch gespült, aber alles in allem hat es Spaß gemacht die Sternstunden zu bekochen.
Am Sonntagmittag gab es dann noch eine zweite "Kathastrophe". Jonas kam in die Küche und meinte nur: "Der Ron hat sich die Axt in den Fuß gehauen."
Ron hatte die Axt knapp an der Stahlkappe vorbei in den Fuß bekommen. Es hört sich schlimmer an, als es im Endeffekt war. Der Knochen und Muskeln und Sehnen waren unverletzt, also eine reine Fleischwunde, die auch nicht sehr tief und lang war. Dadurch, dass Ron die Stahlkappe noch halb mitgetroffen hatte war nur ein kleiner Teil der Klinge ins Fleisch gedrungen. Er wurde dann ins Krankenhaus gebracht und genäht und konnte dann wieder zurück ins Camp. Jetzt hat er 10 Tage zwangsurlaub, aber ansonsten ist nichts weiter schlimmes passiert.
So das waren die Sternstundencamps, die vorerst letzten Camps bis März. Solange haben wir jetzt keine Gäste mehr hier und die Bauphase beginnt ab jetzt
Das bin ich in der Sternstundenuniform...
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